3D-Druck-Potenziale erkennen – durch automatisierte Analyse Ihres CAD-Datenbestands


3D-Druck-Potenziale erkennen – durch automatisierte Analyse Ihres CAD-Datenbestands

Eine Aufgaben der digitalen Transformation besteht darin, das Teilespektrum hinsichtlich der Eignung für die additive Fertigung zu analysieren und so das Potenzial für das eigene Unternehmen zu bewerten.

Herausforderung

Die enorme Datenmenge an CAD-Daten unterschiedlicher Formate ist das Kernproblem für die Identifikation von geeigneten Bauteilen. Erschwerend kommt hinzu, dass klassische Product-Data-Management-Systeme fast ausschließlich die rein organisatorischen Informationen zur Verfügung stellen. Dadurch liefern sie nur bedingt geeignete Informationen, um die relevanten technischen Aspekte zu berücksichtigen. Typische Fragestellungen hierbei: Welche Teile sind potenziell geeignet, aus welchem Material können Sie gefertigt werden und wie groß sind sie? Und daraus abgeleitet: Welcher Maschinentyp oder welches Verfahren ist für die wirtschaftliche Fertigung des jeweiligen Teils sinnvoll?

Lösung

Der „3D_Evolution Partfinder“ des deutsch-französischen Innovationstreibers CoreTechnologie liefert die Antworten. Das Tool identifiziert automatisch Bauteile, die sich für bestimmte Herstellungsverfahren eignen und filtert diese aus dem Gesamtdatenbestand aller 3D-Modelle des Unternehmens heraus. Die Partfinder-Technologie basiert auf dem Auslesen aller Informationen direkt aus den CAD-Daten sowie einer exakten Untersuchung der 3D-Geometrie durch Wandstärkenverläufe und Komplexitätsanalysen sowie nativer Konstruktionshistorie, Bemaßungen und Toleranzangaben. So werden die maßgeblichen technischen Aspekte zur Einordnung der Teile angewendet.

Durch Multiprozessorberechnung lassen sich sehr große Datenbestände automatisch und in kurzer Zeit analysieren. Die Informationen werden in die systemeigene Datenbank übernommen, die mit verschiedenen Suchprofilen gefiltert werden kann und innerhalb von Sekunden alle Ergebnisse in Listenform sowie als 3D-Grafiken darstellt.

Nutzen

Der Aufwand, sich intensiv mit additiver Fertigung zu beschäftigen, wird durch das Resultat belohnt. Ein gutes Beispiel hierfür sind komplexe Kunststoffteile, die mit dem HP Multi Jet Verfahren einfach „gedruckt“ werden. Beim additiven Prozess müssen die Werkstücke - anders als beim Spritzguss - nicht mehr fertigungsgerecht bzw. entformbar gestaltet werden. Durch die drastische Verringerung des Konstruktionsaufwands und den Wegfall der aufwändigen Spritzgusswerkzeuge können Entwicklungszyklen und -kosten – vor allem bei Kleinserien und Ersatzteilen – stark reduziert werden. In der Praxis werden mit dem Verfahren Kleinserien qualitativ hochwertiger Bauteile von Losgröße eins bis zu 5.000 Stück realisiert.

Zudem können durch Additive Manufacturing Baugruppen aus mehreren Einzelteilen konstruktiv zu einem Bauteil zusammengefasst werden. So verringert sich die Komplexität von Produkten in allen Aspekten des Product Lifecycle Managements.

Eine hochflexible additive Fertigung „on demand“ bedeutet so die Reduktion von Lagerbeständen und reduziert effizient Lieferketten sowie Abhängigkeiten von Lieferanten. Vor allem bei der Nachfertigung von Ersatzteilen spielt das Verfahren Stärken aus: Die aufwendige Lagerhaltung einer unübersichtlichen Flut an Ersatzteilen wird durch eine Datenbank mit CAD-Modellen ersetzt, die bei Bedarfsfall möglichst nah am Einsatzort gedruckt werden können.

Artikel bei BME Verband

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